„Plötzlich hatte ich keine Lust mehr zu irgendwas.“

Theresa W. ist 72 Jahre alt, lebt allein und ist seit einiger Zeit in Rente. „Ich habe mich noch gern mit meinen alten Kolleginnen getroffen. Aber plötzlich hatte ich daran keine Freude mehr, auch nicht an anderen Hobbys. Immer war ich müde, hatte Kopfschmerzen, war richtiggehend erschöpft. Schon das Aufstehen kostete mich unheimliche Kraft. Ich hatte einen Druck auf meiner Brust, als läge ein Stein darauf. „Ich kann nichts und bin nichts wert“, dachte ich immer. Als mein Hausarzt nichts fand, überwies er mich zur Ambulanz ins Clemens-Wallrath-Haus.

 

Ist das normale Traurigkeit oder eine Depression?
Hängen die Beschwerden mit anderen körperlichen und psychischen Erkrankungen zusammen?

 

Bei den Depressionen handelt es sich neben den Demenzerkrankungen um die häufigste psychische Erkrankung im Alter. Auch bei älteren Menschen sind sie gut behandelbar und sollten daher frühzeitig diagnostiziert werden. Neben der adäquaten medikamentösen Behandlung besteht die Möglichkeit der Behandlungseinleitung durch eine teilstationäre Behandlung in unserer Tagesklinik. Neben aktivierenden Angeboten finden Sie hier intensivierte psychotherapeutische Einzelgespräche und Gruppenangebote. Es werden Themen rund um Leben und Alltag der Patienten und Angehörigen aufgegriffen. Die Erkrankung wird im Lebenskontext bearbeitet und Stressbewältigung erlernt. Auch ambulant können Sie an einer Gesprächsgruppe für depressiv erkrankte Menschen teilnehmen. Ihre Angehörigen haben die Möglichkeit, Beratung und Unterstützung zu bekommen.