Für unsere Patienten

Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen rund um Ihren Aufenthalt im St. Antonius Krankenhaus.

Behandlungsmöglichkeiten, Informationen zu Therapien und Antworten auf häufig gestellte Fragen verschaffen einen guten und umfassenden Überblick über unsere Leistungen.

Aufnahme    

Die Aufnahme findet in der Regel Samstagmorgen statt. Finden Sie sich an Ihrem Aufnahmetag bitte zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr bei uns ein. Sie werden von Patienten des Hauses begrüßt. Mit Ihrem Bezugstherapeuten führen Sie ein kurzes Erstgespräch. Eine Begrüßungsrunde mit den Fachärzten und Ihrem Bezugstherapeuten für alle aufgenommen Patienten und deren Angehörige schließt sich an. Die erste Visite durch unsere Fachärzte findet statt, wenn Sie auf Ihrem Zimmer angekommen sind. Wir benötigen zur Aufnahme Ihre Versichertenkarte. Bringen Sie bitte Medikamente, die Sie bis zur Aufnahme genommen haben, sowie Arztberichte aus früheren Behandlungen mit. Die für Sie notwendige Medikation wird vom Arzt unseres Hauses verordnet.

Angehörigentag 

Etwa in der Mitte der Behandlungszeit findet wochentags in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr das Angehörigentreffen in Ihrer Behandlungsgruppe unter gemeinsamer Leitung des internen und des externen Therapeuten statt. Wir erwarten die Teilnahme eines nahe stehenden Angehörigen und Ihre Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung. So besteht die Gelegenheit, Unklarheiten anzusprechen und das zukünftige Zusammenleben sowie neue Perspektiven zu besprechen. Die Entscheidung, wen Sie zum Angehörigentag einladen, stimmen Sie mit Ihrem Gruppentherapeuten ab.

Aufenthaltsbescheinigung 

Bescheinigungen über Ihre Behandlung erhalten Sie bei Frau Knollmann / Herr Dieckmann in der Zentrale.

Ausgang 

Ab der 2. Behandlungswoche können Sie in der Umgebung des Krankenhauses in Gruppen ab drei Patienten spazieren gehen. Wochentags und am Besuchswochenende können Sie zu vorgegebenen Zeiten auch Spaziergänge in den Ort unternehmen.

Beratungsstellen   

Mit fünf Beratungsstellen im Kreis Steinfurt (Diakonisches Werk Lengerich, Caritasverband Ibbenbüren, Caritasverband Rheine, Caritasverbandes Emsdetten/ Greven und Caritasverband Steinfurt Borghorst) sowie mit den Beratungsstellen des Caritasverbandes Stadt und Land Osnabrück und des Caritasverbandes Münster bestehen verbindliche Kooperationsverträge.
Je ein Mitarbeiter einer Beratungsstelle begleitet eine Behandlungsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Bezugstherapeuten. Die Mitarbeiter der Beratungsstellen informieren regelmäßig über die Möglichkeiten der ambulanten Nachbehandlung.

Besuche 

Zwei Wochen nach Ihrer Aufnahme können Angehörige Samstags sowie Sonn- und Feiertags in der Zeit zwischen 12.30 und 17.30 Uhr zu Besuch kommen. Besuche von Mitarbeitern aus Suchtberatungsstellen, Mitgliedern von Selbsthilfegruppen, gesetzlichen Betreuern oder Bewährungshelfern sind nach zwei Wochen in Absprache mit Ihrem Gruppentherapeuten auch wochentags möglich.  

Beurlaubung 

Beurlaubungen sind in besonderen Ausnahmefällen und aus therapeutischen Gründen nach Rücksprache mit dem Gruppentherapeuten und Genehmigung durch den Arzt möglich.

Bezugspflege 

Jeder Behandlungsgruppe ist ein Pflegedienstmitarbeiter zugeordnet. Dieser Bezugspfleger ist in besonderem Maße im Stationsalltag Ihr Ansprechpartner.

Bücher 

Fachbücher erhalten Sie im Rahmen der Behandlung zur umfangreichen Auseinandersetzung mit Ihrer Suchterkrankung. Außerdem steht Ihnen unsere Hausbücherei mit Unterhaltungsliteratur zur Verfügung.

Datenschutz      

Unter Beachtung des Bundesdatenschutzgesetzes werden personenbezogene Daten gespeichert und ausgewertet.

Einkaufsmöglichkeiten        

Während der Behandlung besteht an einigen Tagen die Möglichkeit, sich in den Geschäften des Ortes mit fehlenden Dingen zu versorgen.

Elektrische Geräte 

Radiogeräte (idealerweise mit Kopfhörern) können mitgebracht werden, Fernseher sowie andere Geräte, die sie zum alltäglichen Leben benötigen (Bügeleisen etc.) stehen zur Verfügung.

Essen 

In unserem Haus wird Normalkost gereicht. Es besteht auch die Möglichkeit, Diäten nach ärztlicher Anordnung zu erhalten.

Fahren und eigenes Fahrzeug        

Sollten Sie mit eigenem PKW anreisen, bestehen Parkmöglichkeiten direkt am Krankenhaus. Ihren Autoschlüssel geben Sie bitte für die Behandlungsdauer im Schwesternzimmer ab.

Freizeitaktivitäten 

Außerhalb der Therapiezeiten gestalten Sie Ihre freie Zeit selbst. Auf den Stationen stehen Spielesammlungen zur Verfügung. Die Aufenthaltsräume dienen Ihnen auch als Fernsehräume, in der Sporthalle können Sie an 2 Tischen Tischtennis spielen. Im Wintergarten stehen ein Tischkicker und ein Poolbillard-Tisch zur Verfügung.
Im Fitness-Studio können Sie an mehreren Geräten nach Voranmeldung und ärztlicher Freistellung Ihre Fitness trainieren. Auf der Finnenbahnrunde (330m lang) können Sie gelenkschonend in Ihrer Therapiefreizeit joggen.
Die Cafeteria mit Kaffeeautomat bietet Gelegenheit zur Begegnung.
Spaziergänge in die nähere und weitere Umgebung des Krankenhauses sind mit Ausnahme des Stadtbereiches Hörstel in der Gruppe möglich.
In den Außenanlagen können Sie Boule, Volleyball, Schach, Mühle und Ballspiele spielen.

Gewaltfreie Auseinandersetzung      

In der Behandlungszeit leben Sie zusammen mit Ihren Mitpatienten in einer therapeutischen Gemeinschaft. Eine gegenseitige Rücksichtnahme ist hier unbedingt erforderlich. Die Androhung und Ausübung von Gewalt führt zur Entlassung.

Gruppenarbeit 

Die Auseinandersetzung mit Ihren Problemen erfolgt überwiegend in Ihrer festen Behandlungsgruppe unter der Leitung eines internen therapeutischen Mitarbeiters und eines externen therapeutischen Mitarbeiters. Filme geben Anregung, über verschiedenste Aspekte von Suchtmittelabhängigkeit in Ihrer Gruppe zu sprechen.

Handwerkliche Arbeit / Haus- und Gartenarbeit 

Werk- und Gestaltungstherapeuten unterstützen Sie, kreative Fähigkeiten und Ideen neu und wieder zu entdecken. Arbeiten mit Holz, Farbe, Ton und Stein können Ihre Freizeitgestaltung bereichern. Die Mithilfe bei Haus- und Gartenarbeiten ist für viele Patienten eine willkommene Abwechslung zur problem- und lösungsorientierten Gruppenarbeit. Bringen Sie bitte geeignete Kleidung mit.

Hausordnung 

Die Hausordnung ist kein Selbstzweck, sondern bietet einen stabilen Rahmen zur intensiven Auseinandersetzung mit Ihrer Suchterkrankung. Nach Ihrer Aufnahme werden Sie ausführlich informiert.

Hygieneartikel        

Handtücher, Hygieneartikel sowie Nachtwäsche sind mitzubringen.

Intime Beziehungen        

Die Aufnahme von Beziehungen während der Behandlung ist nicht gestattet. Zum einen schränkt das Eingehen von intimen Beziehungen unter den Patienten die Offenheit in der Behandlungsgruppe ein. Die Beziehungsaufnahme verringert auch die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der Suchterkrankung und gefährdet so Ihren Therapieerfolg.

Inventar 

Alle Patienten sind gehalten mit dem Inventar des Krankenhauses ordentlich umzugehen.

Kaffee     

In der Cafeteria steht für Sie ein Kaffeeautomat zur Verfügung. Kaffeetrinken außerhalb der Mahlzeiten in den Zimmern ist nicht gestattet.

Kleidung 

Während der Therapie tragen Sie Alltagskleidung. So dürfen Jogginganzüge nicht zu den Mahlzeiten, der Arztvisite, den Gruppenstunden (einschließlich der Abendgruppen) und den Besuchszeiten getragen werden.

Klinischer Entzug 

Der körperliche Entzug steht nach Ihrer Aufnahme zunächst im Vordergrund. Dabei sind zu Ihrer eigenen Sicherheit Einschränkungen nötig, um Komplikationen zu vermeiden. Bettruhe, Aufenthalt im Hause und Raucheinschränkungen in den ersten Tagen werden individuell vom Arzt angeordnet.

Literatur      

Zur umfangreichen Auseinandersetzung mit Ihrer Suchterkrankung bieten wir entsprechende Fachbücher zur Ausleihe an.

Mobiltelefone      

Mobiltelefone dürfen ab dem dritten Behandlungstag in einem abgesprochenen Umfang benutzt werden. In den Zeiten der Nachtruhe, der Mahlzeiten und während der Therapiezeiten von 8.00- 15.30 Uhr und während der Teilnahme an der Selbsthilfegruppe müssen die Telefone abgeschaltet werden und in den Zimmern verbleiben. Zu den anderen Zeiten kann das Mobiltelefon benutzt werden, soweit es nicht zu Störungen durch die Telefone kommt.

Medikamente 

Bringen Sie bitte Ihre derzeit ärztlich verordneten Medikamente mit und geben Sie diese bei der Aufnahme beim Pflegepersonal ab. Weitere notwendige Medikationen werden vom Arzt im Haus verordnet. Selbstmedikation ist nicht erlaubt.

Nachtruhe        

Die Nachtruhe ist zwischen 22.30 Uhr und 6.00 Uhr.

Nahrungsergänzungsmittel 

Nahrungsergänzungsmittel sind beim Arzt anzumelden.

Patientendepot    

Für alle mitgebrachten Gegenstände übernimmt das Krankenhaus keine Haftung. Geld oder Wertgegenstände können Sie in Ihrem Schranksafe deponieren.

Patientenforum 

Im regelmäßig stattfindenden Patientenforum haben Sie Gelegenheit für Fragen, Anregungen und Kritik. Hier bekommen Sie fachärztliche Informationen in verständlicher Sprache zu allen Themen der Suchtmittelabhängigkeit.

Post 

Es besteht die Möglichkeit, täglich Briefe sowie Pakete abzugeben und zu empfangen. 

Rauchen       

Auf dem Gelände ist das Rauchen erlaubt. In allen Räumen besteht absolutes Rauchverbot.

Schweigepflicht       

Die Mitarbeiter im Haus sind nach §203 StGB an die Schweigepflicht gebunden. Innerhalb der therapeutischen Gemeinschaft gilt das Verschwiegenheitsgebot.

Seelsorge 

Seelsorgerische Gespräche sind auf Wunsch nach Absprache möglich.

Selbsthilfegruppen 

Sie haben in der Woche täglich Gelegenheit zu Kontakten und Gesprächen mit abstinent lebenden Suchtkranken verschiedenster Selbsthilfegruppen aus der näheren und weiteren Umgebung. Zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr berichten die Vertreter der Gruppen aus eigener Erfahrung und zeigen ihren Weg zu einem Leben ohne Suchtmittel auf. In jeder Behandlungswoche besuchen Sie die Vorstellung der Selbsthilfegruppen mindestens zweimal. So bekommen Sie Einblick in die Wichtigkeit der Selbsthilfegruppenarbeit.

Sport / Bewegung 

Von großer Bedeutung ist die Sport- und Bewegungstherapie, weil hier die direkte Erfahrung mit dem eigenen Körper möglich ist. Im sportlichen Spiel wird die Aufmerksamkeit umgelenkt und der Mensch erlebt sich unmittelbar körperlich. Damit verbessert sich das eigene Bewusstsein und hinzu kommt die positive Erfahrung, vermehrte Ausdauer und Kraft zu verspüren. Sport macht gerade in der Gruppe Spaß und kann erhöhte innere Anspannung vermindern. Bitte bringen Sie entsprechende Sportkleidung mit.

Suchtmittelfreier Raum 

Entsprechend unserem besonderen Auftrag als Entzugskrankenhaus tragen die Mitarbeiter und die Patienten Sorge für einen suchtmittelfreien Raum. So bedeutet der Besitz oder Gebrauch von Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten die vorzeitige Entlassung, ebenso das Decken von Besitz oder Einnahme von Suchtmitteln. 

Telefonieren      

Ein öffentlicher Fernsprecher steht Ihnen zur Verfügung. Gespräche von außerhalb können nicht weitervermittelt werden. In dringenden Fällen wird eine Bitte um Rückruf an Sie weitergeleitet.
Zu bestimmten Zeiten ist die Benutzung von Mobiltelefonen gestattet.

Therapeutische Gemeinschaft 

Gegenseitige Wertschätzung in Akzeptanz und Toleranz sind Wesen der Gemeinschaft aller Patienten und Mitarbeiter. In einer vertrauensvollen Atmosphäre bieten sich Ihnen Möglichkeiten der Neuorientierung und Entdeckung bzw. wiederentdecken eigener Fähigkeiten.

Verleihen        

Das Verleihen von Geld oder anderen Wertsachen ist nicht erlaubt.

Versichertenkarte 

Bitte bringen Sie zur Aufnahme Ihre Versichertenkarte mit.

Verstoß gegen die Hausordnung 

Verstöße gegen die Hausordnung können zur Entlassung führen.

Visite 

Die tägliche fachärztliche Visite durch die Belegärzte Dr. Schubring / Dr. Kamprad gibt Ihnen die Gelegenheit, körperliche und psychische Anliegen anzusprechen.

Waschen 

Waschmaschine und Trockner stehen Ihnen für Ihre "kleine Wäsche" zur Verfügung.

Weiterbehandlung 

Die Frage der für Sie bestmöglichen Weiterbehandlung steht am Ende Ihrer Behandlungszeit. Vor Ihrer Entlassung sollten Sie eine für Sie passende Lösung mit Unterstützung Ihrer Behandlungsgruppe und Ihres Bezugstherapeuten finden und konkret vorbereiten. Für eine langfristige Abstinenz ist ein stabiler Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe und/ oder einer Beratungsstelle unbedingt erforderlich.

Wiedervorstellung 

Zwei Wochen nach Abschluss Ihrer Behandlung nehmen Sie an der Wiedervorstellung teil. In der Regel trifft sich die gesamte Behandlungsgruppe mit dem Bezugstherapeuten freitags um 13.30 Uhr im St. Antonius Krankenhaus Hörstel. 

Zimmer 

In der Regel finden Sie Zwei- bzw. Dreibettzimmer vor.

Außerdem stehen in unserem Krankenhaus fünf Komfortzimmer zur Verfügung. Die Einzelzimmer sind gehoben ausgestattet: alkoholfreie Minibar, TV, Internet und Telefon, Komfortbett, Sitz- und Schreibecke. Diese Zimmer werden gesondert berechnet, bitte sprechen Sie uns dazu an.

/// Ihre Entscheidung: "Ich will die Chance nutzen!"

/// Praxisbesuch und medizinische Untersuchung bei unseren Belegärzten in Rheine (Tel.: 05971-3577)

/// Wenn die medizinische Notwendigkeit gegeben ist, bekommen Sie sofort eine Krankenhauseinweisung.

/// Ein Termin zur Aufnahme in die Klinik wird direkt vereinbart.

Sie kommen zu uns, wenn Sie Ihren Umgang mit Alkohol, Medikamenten oder Drogen verändern wollen. Ihr Ziel ist ein Leben ohne Suchtmittel. Sie sind bereit aktiv an der Lösung Ihrer Probleme mitzuarbeiten. Ihnen ist es wichtig, gesund zu leben.

Eine Vorbehandlung im Allgemeinkrankenhaus (Entgiftung) ist nicht erforderlich. Wenn Sie bei uns behandelt werden wollen, stellen Sie sich in der Praxis Dr. Schubring / Dr. Kamprad in Rheine vor. Vereinbaren Sie dort telefonisch einen Termin. In der Regel erhalten Sie einen Aufnahmetermin innerhalb von 8-14 Tagen.

Dieser Termin dient der Indikationsstellung und der Festlegung des Aufnahmetermins für Ihre Behandlung im St.-Antonius-Krankenhaus. Vor Ihrer Aufnahme nehmen Sie Kontakt zu einer Suchtberatungsstelle und / oder einer Selbsthilfegruppe an Ihrem Heimatort auf. Regeln Sie bitte vor Ihrem Aufnahmetermin die Kostenübernahme für unsere sechswöchige Behandlung mit Ihrer Krankenkasse.

Von Beginn bis zum Abschluss Ihrer Behandlung sind Sie Mitglied einer festen Gruppe. Die Arbeit in der Gruppe ist wesentlicher Bestandteil unseres Behandlungsangebots. Die vertiefte Auseinandersetzung mit Ihrer Suchtmittelabhängigkeit steht dabei im Mittelpunkt. Die therapeutische Gemeinschaft bietet Ihnen weitere notwendige Hilfestellungen. Der körperliche und psychische Entzug steht dabei am Anfang Ihrer Behandlung.

Die Annahme Ihrer Erkrankung im Sinne einer vertieften Krankheitseinsicht ist zentrales Anliegen unserer gemeinsamen Arbeit. Ziel der Behandlung ist die Klärung und Bearbeitung körperlicher, psychischer und sozialer Aspekte Ihrer Erkrankung. Ziel ist auch die Wiedererlangung und der Aufbau von Eigenverantwortung und Selbstbestimmung im Handeln.

Zu den Rahmenbedingungen in unserem Haus lesen Sie auch Wissenswertes von A bis Z.

Oft müssen für die Übergangsphase zwischen der Entlassung aus dem Krankenhaus und dem Wiedereintritt in das alltägliche Leben einige Angelegenheiten organisiert werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Sicherstellung Ihrer nächsten Therapieschritte, Ihre pflegerische Versorgung durch einen Pflegedienst, ein Platz in einer nachsorgenden Einrichtung oder die Beschaffung und Organisation von Hilfsmitteln.

Hohe Pflege- und Betreuungsqualität

Wir haben im Alexianer St.Antonius Krankenhaus ein standardisiertes Entlassmanagement etabliert. Bereits mit Ihrer Aufnahme bieten wir Ihnen an, die angemessenen Schritte nach der Behandlung zu überlegen und zu organisieren. In enger Zusammenarbeit mit Ihnen, Ihren Angehörigen, dem betreuenden Arzt und den Pflegenden, dem Sozialdienst und dem therapeutischen Dienst sowie den weiterführenden ambulanten und stationären Versorgungseinrichtungen planen, dokumentieren und überprüfen wir Ihre Entlassung und gehen auf Ihren individuellen Hilfe- und Unterstützungsbedarf ein.

Unser Ziel ist es, eine bedarfsgerechte und durchgehend hohe Pflege- und Betreuungsqualität von unserer Einrichtung zu einer anderen Einrichtung oder in Ihr eigenes Zuhause sicherzustellen.

Was wir für Sie tun:

Unser Beratungs- und Unterstützungsangebot umfasst unter anderem

/// Möglichkeiten der Suchtrehabilitation – ambulant oder stationär inkl. Gutachten, Sozialbericht, Antragsaufnahme und Organisation eines Rehaplatzes

/// Beratung zu einer ggf. erforderlichen Heimaufnahme unter Abwägung von Alternativen

/// sozialrechtliche Fragen zu den gesetzlichen Bestimmungen der Pflegeversicherung, des Schwerbehindertengesetzes, der Sozialgesetzgebung (zum Beispiel Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld), der gesetzlichen Betreuung

/// Kontakt zu Antonius mobil, unserem Pflege- und Betreuungsdienst: beraten betreuen, wohnen und weitere Hilfen der Pflege und der Eingliederung

/// Informationen über ergänzende Hilfsangebote, wie Selbsthilfegruppen, spezialisierte ambulante Suchtberatungsstellen und ähnliche Angebote.

Haben Sie Fragen?

Sollten Sie bereits im Vorfeld Ihrer Aufnahme Fragen zum Entlassmanagement haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an unseren Pflegedienstleiter, Herrn Benjamin Sommer. Bitte klicken Sie .

Weiterbehandlung

Die Frage der für Sie bestmöglichen Weiterbehandlung steht am Ende Ihrer Therapie.
Vor Ihrer Entlassung sollten Sie eine für sich passende Lösung mit Unterstützung Ihrer Behandlungsgruppe und Ihres Bezugstherapeuten finden und konkret vorbereiten. Für eine langfristige Abstinenz ist ein stabiler Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe und / oder einer Beratungsstelle unbedingt erforderlich. 

Wiedervorstellung

Zwei Wochen nach Abschluss Ihrer Behandlung nehmen Sie an der Wiedervorstellung teil. In der Regel trifft sich die gesamte Behandlungsgruppe mit dem Bezugstherapeuten freitags um 13.30 Uhr im St. Antonius Krankenhaus Hörstel.

Der Entschluss

Suchtmittelabhängigkeit ist eine Erkrankung. Ein gesunder Umgang mit dieser Erkrankung ist nur durch Abstinenz zu erreichen. Der erfolgreiche Patient hat erkannt, dass er ein Problem mit einem Suchtstoff hat. Deshalb hat er sich entschlossen, etwas dagegen zu tun. Er informiert sich und sucht sich Hilfe. 

Hilfe

Es gibt eine Reihe von Hilfsmöglichkeiten. Alle Angebote sind kostenlos. Vor einem stationären Aufenthalt bei uns nutzt der erfolgreiche Patient eine oder mehrere der folgenden Möglichkeiten:

In den Suchtberatungsstellen des Caritasverbandes, des Diakonischen Werkes oder auch der Gesundheitsämter nimmt der erfolgreiche Patient Kontakt zu dort tätigen Fachleuten auf. Hier kann man sich über Suchterkrankungen informieren. Der erfolgreiche Patient wird bei seiner weiteren Planung unterstützt. Auch kommt eine länger dauernde ambulante Begleitung in Frage.

In den Selbsthilfegruppen zum Beispiel des Kreuzbundes, des Freundeskreises, des Blauen Kreuzes oder Anonyme Alkoholiker findet der erfolgreiche Patient Kontakt zu Suchtkranken, die abstinent leben. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig und sprechen über ihre Erkrankung. Jeder profitiert von den Erfahrungen des anderen als gegenseitige Hilfestellung. Dieser Rahmen hilft dem erfolgreichen Patienten, über seine Erkrankung zu reden.

Der erfolgreiche Patient informiert seinen Hausarzt über seine Krankheit. So kann sein Arzt körperliche und psychische Beschwerden richtig erkennen und behandeln.

Stationäre Behandlung

Im St.-Antonius Krankenhaus Hörstel findet ein qualifizierter Entzug statt. In der Gemeinschaft mit anderen abstinenzmotivierten Suchtkranken und unter medizinischer Kontrolle in einem suchtmittelfreien Rahmen gelingt das Absetzen des Suchtstoffes besser.
Der erfolgreiche Patient befolgt die Einschränkungen zu Beginn der Behandlung. Er hilft so dabei, Nebenwirkungen des körperlichen Entzugs zu verhindern. Nach dem körperlichen Entzug setzt sich der erfolgreiche Patient in seiner Behandlungsgruppe aktiv mit seiner Abhängigkeit auseinander. Da in unserem suchtmittelfreien Haus häufig kein Drang nach Suchtmitteln erlebt wird, kann sich der erfolgreiche Patient selbst realistischer einschätzen. Er erkennt die Hintergründe seiner Sucht und entwickelt Ideen für den zukünftigen Umgang mit seiner Erkrankung. Verhaltensweisen, die seinen Wunsch zur Abstinenz unterstützen, werden überlegt und aktiv eingeübt.

Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit wichtigen Menschen in seinem Leben ist beim erfolgreichen Patienten groß. Er strengt sich an, seine persönlichen Beziehungen zu verbessern, weil er um die Wichtigkeit für ihn und für andere weiß. Der erfolgreiche Patient ist bemüht, persönliche Themen einzubringen und bringt sich selbstkritisch in die Behandlung ein.
Vor seiner Entlassung hat der erfolgreiche Patient eine verbindliche Entscheidung über seine Weiterbehandlung zu Hause getroffen. Nach zwei Wochen berichtet er bei der Wiedervorstellung von seinen ersten Erfahrungen mit dem gerade begonnenen suchtmittelfreien Leben.


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