Die neuen Bewohner sind schüchtern, aber hungrig

Tiergestützte Therapie in der Forensik wird ausgebaut.

Sie heißen Amelie und Miss Bacon, haben Vorfahren aus dem hohen Norden und rassig-rote Haare – und alle Herzen im Sturm erobert! Um die Tiergestützte Therapie in der forensischen Christophorus Klinik in Münster auszubauen, sind am Donnerstag zwei Ferkel eingezogen, zwei weitere folgen in den kommenden Wochen. Die beiden Vierbeiner gehören der seltenen Rasse Rotbuntes Husumer Schwein (auch bekannt als Dänisches Protestschwein) an. Diese ist vom Aussterben bedroht.

Launige Ideen zur weiteren Verwendung der Tiere (Leberwurst, Grillwurst, Nackensteak usw.) wurden direkt abgelehnt, denn Amelie, Miss Bacon und ihre künftigen Kolleginnen verrichten in der Klinik einen wichtigen Dienst: Sie unterstützen die Patienten auf ihrem Weg in ein geordnetes Leben. Verantwortung übernehmen, Absprachen einhalten, Ordnung halten oder für ein anderes Lebewesen sorgen sind dabei wichtige Bausteine und können mithilfe der Tiere Schritt für Schritt erlernt werden. Zudem stehen Tiere den verurteilten Rechtsbrechern vorbehaltlos gegenüber.

Federführend begleitet wurde und wird das Projekt von den Mitarbeitern Thomas Grönninger, Laura Schulze König, Stefanie Lasotta und Hanna Geissler. Patienten und Mitarbeiter haben Hand in Hand Ställe, Weidezäune und Lagerräume für Futter gebaut. Unterstützt wurden sie dabei finanziell und auch durch körperlichen Einsatz durch Mitarbeiter der Deutschen Bank, die einen Teamtag in der Forensik durchführten.

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