Unsere stationären Angebote

Die Alexianer Martinistift GmbH verfügt auf dem Gelände in Nottuln-Appelhülsen über elf Intensivwohngruppen für männliche Kinder und Jugendliche im Alter von 10-18 Jahren. Unsere Intensivgruppe für Mädchen befindet sich in Haltern am See.

Das Angebot der Wohngruppen umfasst ausschließlich offene pädagogische Intensivangebote und pädagogische Intensivangebote im Rahmen freiheitsentziehender Maßnahmen. Weiterhin betreiben wir Außenwohngruppen in Nottuln (Intensivgruppe), Münster-Roxel (Regelgruppe mit Verselbständigung), Dülmen-Buldern (Betreutes Wohnen), Haltern am See (Intensivgruppe für Mädchen) und Darup (Intensivgruppe für männliche Kinder).

Alle Gruppen bewohnen großzügige Doppelhaushälften bzw. Einzelhäuser mit Terrasse oder Garten. Die Gruppenhäuser verfügen über verschiedene Freizeit- und Sozialräume sowie eine eigene Küche. Den Jugendlichen steht ausnahmslos ein Einzelzimmer zur Verfügung. Die Gruppen werden durch das pädagogische Leitungsteam und einem Familientherapeuten der Alexianer Martinistift GmbH unterstützt und beraten.

Freiheit und Zwang sind seit jeher sowohl in der Erziehung als auch in der stationären Jugendhilfe eng miteinander verbunden – oft mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Auch im Bereich offener stationärer Jungendhilfemaßnahmen lassen sich Kinder, Jugendliche und deren Eltern manchmal nur auf stationäre Hilfen ein, um weitere sorgerechtliche Schritte zu vermeiden. Zwang ist oft ein ständiger Begleiter der Jugendhilfe. Wenn wir Fachkräfte ihn annehmen und benennen,  können wir mit ihm arbeiten und zusammen mit allen Beteiligten nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner suchen. Gestaltet sich der dann folgende Hilfeprozess unter selbstverständlicher Einbeziehung der Eltern und Partizipation der Kinder und Jugendlichen im pädagogischen Alltag, kann aus dem „kleinsten gemeinsamen Nenner“ oft eine tragfähige professionelle Beziehung werden, auf dessen Grundlage sich weitere positive Entwicklungen anstoßen und realisieren lassen.

Lebensräume suchen

Im Bereich der Wohngruppen mit freiheitsentziehenden Maßnahmen wird dieser generelle Zwangskontext der stationären Jugendhilfe durch die geschlossene Form der Unterbringung nochmal besonders deutlich hervorgehoben. Er stellt im Leben von jedem Menschen immer einen gravierenden Einschnitt in persönliche Freiheitsrechte dar, was insbesondere für Kinder und Jugendliche gilt. Denn Jugendliche befinden sich normalerweise in einer Lebensphase, die von Ablösung, zunehmender Selbstbestimmung und Eigenverantwortung gekennzeichnet ist. Jugendliche probieren aus und suchen bewusst Lebensräume, die nicht ständig der Aufsicht von Erwachsenen unterliegen. Das entspricht den Anforderungen der Entwicklungsphase von Jugendlichen auf dem Sprung ins Leben als junger Erwachsener.

Die optima ratio

Doch was ist, wenn diese Entwicklungsphase unter deutlich belasteten und erschwerenden Umständen stattfindet? Wenn traumatisierende Lebenserfahrungen bei jungen Menschen dafür gesorgt haben, dass sie sich bei zunehmender Selbstbestimmung für selbst- oder fremdgefährdende Verhaltensweisen „entscheiden“? Wenn Kinder und Jugendliche sich in Beziehungen zu anderen Menschen begeben, die ihnen nicht gut tun und deutliche Gefahren für die eigene Entwicklung mit sich mitbringen? Wie weit muss eine negative Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen vorangeschritten sein, um die Unterbringung in einer freiheitsentziehenden Wohngruppe als „ultima ratio“ ethisch zu rechtfertigen?

Wir vertreten die Haltung, dass nicht das Maß der Auffälligkeiten im Verhalten von Kindern und Jugendlichen die Notwendigkeit der freiheitsentziehenden Maßnahme legitimieren sollte, sondern das Verständnis aller Beteiligten im jeweiligen Einzelfall darüber, dass der Zwangskontext im Bereich einer Wohngruppe mit freiheitsentziehenden Maßnahmen eine Hilfe sein kann. Diese Entscheidung soll gefällt werden im Sinne einer „optima ratio“, durch die für eine gewisse Zeit ein sicherer Schutzraum gewährt wird, um negative Entwicklungsspiralen anzuhalten und zu durchbrechen.

Keine Strafmaßnahme

Die Unterbringung im Rahmen freiheitsentziehender Maßnahmen ist keine Strafmaßnahme und sollte in der Lebenswelt aller Beteiligten auch nicht so verstanden werden. Vielmehr geht es um einen Schutzauftrag zur emotionalen wie sozialen Stabilisierung.  Wenn Eltern, Kinder, Jugendliche, Jugendamtsmitarbeiter und pädagogische Mitarbeiter der durchführenden Einrichtung gemeinsam diese Haltung teilen,  dann hat die Unterbringung im Bereich der freiheitsentziehenden Maßnahmen eine gute Chance auf Erfolg.

In unseren Wohngruppen im Rahmen freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM) bieten wir Jungen ab 12 Jahren einen gleichermaßen strukturierten wie individualisierten Wohn- und Lebensraum im Rahmen einer intensiv-pädagogischen Betreuung mit unterschiedlichen fachlichen Ausrichtungen.

Die Biografien der bei uns lebenden Jungen sind oft durch viele Beziehungsabbrüche, dem Durchlaufen verschiedener Jugendhilfeangebote und aufkommenden delinquenten Verhaltensweisen gekennzeichnet. Häufig liegen bereits zahlreiche Diagnosen wie Störung des Sozialverhaltens, ADHS, und/ oder verschiedene Traumafolgestörungen vor.

Durch die in diesen Wohngruppen vorhandene Freiheitsbeschränkung, erreichen wir eine Anwesenheit der Kinder und Jugendlichen, um somit die Grundvoraussetzung für die pädagogische Erreichbarkeit zu schaffen, wenn Entweichen ein fester und regelmäßiger Bestandteil eines Verhaltensrepertoires geworden ist.  Gerade das häufige Weglaufen von Kindern und Jugendlichen und das damit oft verbundene „auf der Straße unterwegs sein“ bringen sowohl fremd- als auch eigen gefährdende Situationen mit sich. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die in ihrer Biografie bereits traumatisierende Erfahrungen machen mussten und somit verstärkt Gefahr laufen, sich unbewusst in gefährdende Situationen und Beziehungsmuster zu begeben.

Die vorübergehende freiheitsentziehende Maßnahme in einer Wohngruppe stellt somit einen wichtigen Schutzfaktor vor erneuten Traumatisierungen dar, verhindert aber auch das Verfestigen einer möglichen bereits beginnenden Täterschaft, da Jugendliche sich bei Entweichungen oft in delinquenten Milieus aufhalten und nicht selten neue Straftaten begehen.

Konstante Bezugspersonen

Die Jungen erleben oft zum ersten Mal seit langer Zeit wieder konstante und verlässliche Bezugspersonen, die Zeit haben sich intensiv mit jedem einzelnen Jugendlichen zu beschäftigen und individuell auf diesen einzugehen. Gleichzeitig sorgt ein in hohem Maße durchstrukturierter und transparenter Tagesablauf dafür, dass das Verhalten von Erwachsenen aus Sicht der Jugendlichen einschätzbar, nachvollziehbar und in positiver Weise vorhersehbar wird, so dass sich ein Gefühl von Sicherheit einstellen kann. Das Erleben von Sicherheit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die bei uns lebenden Jugendlichen sich langsam von bisherigen, destruktiven Verhaltensmustern lösen und neue erwerben können.  Die Entwicklung neuer Verhaltensweisen erfolgt für jeden Jungen gemäß seiner Entwicklung in seiner eigenen Geschwindigkeit, unter Berücksichtigung seiner Wünsche und Bedürfnisse und wird neben den pädagogischen Mitarbeitern der Wohngruppen von externen Therapeuten unterstützt und begleitet. Die regelmäßige Freiheitserprobung ist hierbei von Anfang an fester Bestandteil des Alltages der Jugendlichen.

Wir verstehen uns auch und gerade im Bereich der freiheitsentziehenden Wohngruppen als pädagogische Einrichtung, die sich an den Grundsätzen und Zielen des SGB VIII orientiert.  Multiprofessionelle Ansätze, tiergestützte Pädagogik, pädagogisch-psychologisches Fachwissen, Traumapädagogik, Biografiearbeit oder Erlebnispädagogik sind Bestandteile unserer Arbeit.

Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, trotz oft sehr belasteter Biografien eine positive, wertschätzende und akzeptierende Sicht auf sich selber und das Leben zu entwickeln. Sich selber und sein Handeln als selbstwirksam zu erleben und mit anderen Menschen auf angemessene Art in Verbindung gehen zu können, sind wichtige Schlüsselfaktoren sowohl für die eigene Lebensgestaltung eines jeden Kindes und Jugendlichen als auch für ein gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

 

Rahmenbedingungen

Rechtsgrundlagen: § 27 in Verbindung mit §34; §35a SGB VIII und § 1631b BGB; §§ 71/72 JGG

Platzzahl: 36 Plätze aufgeteilt auf 1 x 6, 3 x 7, 1 x 9

Aufnahmealter: ab 12 Jahren

Über eine Aufnahme wird nach Situation in der Gruppe, nach Aktenlage, einer ausführlichen Anamnese und nach einem Vorstellungsgespräch entschieden.

Betreuungsschlüssel: 1: 0,72

Die offenen Intensivwohngruppen bieten jeweils sieben männlichen Jugendlichen, die in ihren bisherigen Lebensumfeldern nicht mehr adäquat gefördert werden können und ein intensives Betreuungssetting benötigen, einen positiven Lebens- und Wohnort. Gemeinsam mit ihnen können wir hier ihre Rechte auf Erziehung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten realisieren.

Die Jugendlichen, die in diesen Gruppen aufgenommen werden, haben zum Teil traumatische Erfahrungen, seelische Misshandlungen und eine Vielzahl von Beziehungsabbrüchen erlebt. Sie zeigen oftmals starke Verhaltensauffälligkeiten und große Defizite im Lern- und Arbeitsbereich. Auf der Grundlage eines individuellen, ressourcen- und bedürfnisorientierten Handlungskonzeptes bieten wir Raum für Individualität, Anderssein und Widersprüchlichkeit, positive Zuwendung, emotionale Geborgenheit, Zuverlässigkeit und hohe pädagogische Präsenz.

Wir zeigen alternative Handlungs- und Lebensentwürfe auf, ohne die notwendigen Grenzsetzungen aus den Augen zu verlieren. Die Gruppen bieten auch denjenigen Jugendlichen einen Platz, die die Programme der FM-Gruppen durchlaufen haben und die in einer weiteren Betreuung in der Alexianer Martinistift GmbH positive Entwicklungsmöglichkeiten für sich erkennen können.

Die jeweiligen Schwerpunkte dieser Intensivgruppen sind mit der jeweiligen Partnergruppe aus dem FM-Bereich abgestimmt. Um die enorm wichtigen Übergänge gut mit den Jugendlichen gestalten zu können, findet ein reger Austausch der Pädagog*innen statt. Es besteht auch die Möglichkeit der Begleitung des Jugendlichen durch den jeweiligen Bezugspädagog*innen in das neue Gruppensystem.

 

Rechtsgrundlagen:

§27 SGB VIII in Verbindung mit §§34, 35a, 41 SGB VIII.

Aufnahmealter: 12-17 Jahre

Platzzahl: sieben je Gruppe

Stellenschlüssel: 1:1,17

Die Alexianer Martinistift GmbH stellt verschiedene Angebote für sexuell grenzverletzende männliche Jugendliche bereit.

Mit unserem intensivpädagogischen Angebot in unterschiedlichen Betreuungssettings sind Jungen ab zehn Jahren angesprochen, die bereits vor der Pubertät durch sexuell grenzverletzendes Verhalten auffallen oder mit sexuell grenzverletzendem Verhalten massiv die Grenzen anderer Kinder überschritten haben. Wir begleiten die Jungen in ihrer Problematik und wirken unterstützend und kontrollierend. Wir begleiten sie dabei, entsprechend ihrer Fähigkeiten, Verantwortung zu übernehmen und schädliche Verhaltensmuster zu korrigieren. Unter Berücksichtigung eines respektvollen Umgangs mit eigenen und fremden Grenzen soll langfristig eine Basis für eine Verhaltensänderung gelegt werden.

Unsere Zusammenarbeit mit den Jungen ist geprägt von Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt den Jugendlichen und deren Familien gegenüber, unabhängig von ihrer ethnischen, sozialen und religiösen Herkunft. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die individuellen Stärken und Ressourcen der Jungen zu erkennen und zu fördern, ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen und alternative Lebensentwürfe aufzuzeigen ohne aber die notwendige Grenzziehung aus den Augen zu verlieren.

Die intensivpädagogischen Gruppen bieten Jungen im Alter ab zehn Jahren mit sexuell abweichendem Verhalten und Störungen der Emotionen und der psychosexuellen Entwicklung einen zeitlich begrenzten Lebensraum. Hier können sie sich sicher und angenommen fühlen, entsprechend gefördert und therapeutisch begleitet werden.

Traumatische Erfahrungen

Angesprochen sind vor allem Jungen, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte und traumatischer Erfahrungen sexuell auffällige Verhaltensweisen entwickelt haben. Das Aufwachsen in Systemen, die tragfähige Beziehungen nicht ermöglicht haben oder die den Beeinträchtigungen nicht ausreichend gewachsen waren, sowie massive Gewalterfahrungen, sexueller Missbrauch und emotionale Verarmung sind zum großen Teil ursächlich für die aktuellen Problemlagen. Es ist kennzeichnend für Kinder und Jugendliche, die ein hochgradig grenzüberschrei­tendes Verhalten gezeigt haben, dass sie Grenzen und Strukturen nicht erkennen bzw. nicht akzeptieren können.

Die Wohngruppen bieten diesen Jungen einen geschützten Rahmen, in dem sie entsprechend ihrer Fähigkeiten betreut, gefördert und gefordert werden können. Sie haben die Möglichkeit, ihr Lebensumfeld in unterschiedlichen Bereichen aktiv mitzugestalten und neue Lernerfahrungen zu machen. Ein hoch strukturierter Tagesablauf, Beziehungs­arbeit und Gruppenpädagogik werden so aufeinander bezogen, dass in den Gruppen ein heilendes und helfendes Milieu entsteht.

Das bedeutet im Einzelnen:

  • Bearbeitung der eigenen Gewalterfahrung
  • Bearbeitung ihres sexuell grenzverletzenden Verhaltens
  • Entwicklung eines realistischen Selbstbildes
  • Erarbeitung einer realistischen Erwartung in einer Beziehung
  • Wahrnehmung und Respektierung eigener und fremder Grenzen
  • Wahrnehmung eigener und fremder Emotionen und Bedürfnisse
  • Entwicklung einer konstruktiven Geschlechts- und Rollenidentität
  • Erfahrung von Selbstwirksamkeit

Die Alexia­ner Martinistift GmbH ist mit Fachverbänden wie der BAG KJSGV e.V. und der DGfPI e.V. vernetzt.

 

Therapie

Auf diese Jugendhilfemaßnahmen abgestimmt, ist eine spezifische, deliktorientierte Therapie, die von unserem Kooperationspartner, der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Münster, durchgeführt wird. Pädagogik und Therapie greifen eng ineinander, so dass die pädagogische Arbeit in der Intensivgruppe bezogen auf den therapeutischen Prozess eine co-therapeutische Funktion hat. Ziel dieser Maßnahme ist es, durch Pädagogik und Therapie grundlegende Verhaltens­änderungen bei den Jugendlichen zu erreichen und ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern.

Da die Therapie der Jugendlichen integrativer Bestandteil dieser Hilfeform ist, verpflichten sich die Kostenträger zur Kostenübernahme des in dem Kooperationsvertrag festgelegten Entgeltes und des therapeutischen Angebots, das durch die Ärztliche Kinderschutzambulanz Münster abgerechnet wird.

 

Rahmenbedingungen

Rechtsgrundlagen: §27 in Verbindung mit §34; §35a SGB VIII und in Einzelfällen nach §53 SGB XII, ggfs. 1631b BGB

Platzzahl: 7, 7, 9

Aufnahmealter: ab 10 Jahren. Für das Aufnahmealter nach oben gibt es keine Begrenzung, da in vielen Fällen das Lebensalter nicht mit dem Entwicklungsalter übereinstimmt. Über eine Aufnahme wird nach Situation in der Gruppe, nach Aktenlage, einer ausführlichen Anamnese und nach einem Vorstellungsgespräch entschieden.

Betreuungsschlüssel: 1:0,72

Unser Regelangebot befindet sich nicht auf unserem Campus in Nottuln, sondern dezentral in Münster-Roxel.

Die Wohngruppe in Roxel bietet neun männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Störungen im Verhalten und der Emotionen vor dem Hintergrund einer besonders belastenden Lebenssituation einen Wohnraum auf Zeit. Hier können sie sich sicher und angenommen fühlen, entsprechend gefördert und auf eine eigenständige Lebensführung vorbereitet werden.

Wir verstehen unsere Aufgabe darin, die individuellen Stärken und Ressourcen der Jungen zu erkennen und zu fördern, ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen und alternative Lebensentwürfe aufzuzeigen. Im Rahmen eines Verselbständigungskonzeptes werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen langsam an ein eigenständiges Leben herangeführt. Die einzelnen Phasen der Verselbständigung beinhalten unterschiedliche Betreuungssettings und -intensitäten (Betreuung im Gruppensetting, Bezug eines Appartements innerhalb des Hauses, eigene Wohnung).

Jeder Jugendliche wird anhand seines individuellen Entwicklungsstandes in die verschiedenen Phasen eingegliedert. In regelmäßigen Abständen reflektieren die PädagogInnen mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Entwicklung und überprüfen gemeinsam, ob der Verbleib in dem jeweiligen Betreuungssetting noch der Entwicklung und Förderung des jungen Menschen dienlich ist. Sollte sich bei der Überprüfung herausstellen, dass das entsprechende Betreuungssetting nicht mehr zielführend oder förderlich ist, kann jederzeit die Änderung des Settings oder der Betreuungsintensität erfolgen.

Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen sechs Einzelzimmer mit Bad sowie drei Appartements zur weiteren Verselbständigung zur Verfügung. In unmittelbarer Nähe der Gruppe befinden sich zwei Trainingswohnungen, die zur weiteren Verselbständigung genutzt werden können. Zur gemeinschaftlichen Nutzung stehen Küche, Wohnraum und Garten zur Verfügung.

Alle Schulformen, Praktikums- und Ausbildungsbetriebe sowie die Einrichtungen der Alexianer Martinistift GmbH sind gut zu erreichen.

 

Rechtsgrundlage

§27 in Verb. §§34, 35a, 41, 30 SGB VIII.

Aufnahmealter: 14–21 Jahre

Platzzahl: neun

Stellenschlüssel: 1:1,75

Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrem bisherigen Lebensraum nicht adäquat gefördert werden können (z.B. gruppenmüde sind, nicht gruppenfähig sind) und an veränderungsbereite Jugendliche, die sich schulisch und beruflich ausbilden und auf eine eigenständige Lebensführung vorbereitet werden wollen.

Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Wohnung und Lebensunterhalt werden gesichert über den Entgeltsatz oder aus eigenen finanziellen Mitteln (z.B. Hartz 4, BAB, etc.). Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden im Rahmen der jeweils verhandelten Entgeltsätze oder im Rahmen von Fachleistungsstunden betreut. Neben den Terminen, die die BewohnerInnen mit ihren jeweiligen BetreuernInnen vereinbaren sowie den „Gruppenterminen“ sind die PädagogenInnen werktäglich zu festgelegten Zeiten an einem Standort zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten sind die PädagogenInnen im Rahmen einer Rufbereitschaft erreichbar.

Am Standort befinden sich das Büro des Pädagogenteams sowie ein Aufenthaltsraum mit Freizeitmöglichkeiten, eine Küche sowie Waschmaschine und Trockner. Wir verstehen unsere Aufgabe darin, die individuellen Stärken und Ressourcen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erkennen und zu fördern, ihnen neue Erfahrungen zu ermöglichen und alternative Lebensentwürfe aufzuzeigen.

Zur Entwicklung einer neuen Lebensperspektive erhalten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Begleitung und Hilfestellung im sozial-emotionalen und lebenspraktischen Bereich sowie bei der schulischen und beruflichen Perspektive.

Rechtsgrundlage

§27 in Verbindung mit §§30,34, 35a, 41 SGB VIII

Aufnahmealter: ab 16 Jahre

Platzzahl: zehn

 


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