WENN ÄNGSTE DAS LEBEN LÄHMEN

Schüchternheit, Lampenfieber oder sorgenvolle Momente kennt jeder Mensch. Auch Situationen, in denen man Angst verspürt, sind durchaus normal. Übernimmt die Angst allerdings die Kontrolle über den Alltag, liegt eine Erkrankung vor. Sie kann die Lebensfreude, Selbstvertrauen und die persönliche Freiheit erheblich einschränken.

Unerkannt und unbehandelt wird die Störung oft chronisch und kann später zu Depressionen, Abhängigkeit von Medikamenten oder Alkohol sowie zu einer Vielzahl körperlicher Beschwerden führen. Betroffene sollten möglichst frühzeitig eine sorgfältige Behandlung für sich in Betracht ziehen, um eine Beeinträchtigung von Körper und Seele abzuwenden.

13 Prozent aller Menschen sind im Laufe ihres Lebens von krankheitswertigen sozialen Ängsten betroffen

Damit zählen die sozialen Phobien, eine häufig auftretende Form der Angsterkrankungen, nach den Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen zu den dritthäufigsten psychischen Störungen. Die Erscheinungsformen sozialer Phobien sind äußerst vielfältig. Auch Prüfungsangst, oder Angst vor dem Essen, Trinken, Schreiben oder Sprechen in der Öffentlichkeit bis hin zu generalisierten sozialen Ängsten in vielen unterschiedlichen Situationen gehören dazu. 

Oft bestehen die Ängste schon seit der Kindheit und Jugend. Umso überraschender ist es, dass viele Betroffene den Weg in eine adäquate Behandlung erst spät oder auch gar nicht finden. Neben den sozialen Ängsten behandeln wir auf unserer Station natürlich auch noch jede andere Form von Angsterkrankung. Dazu gehören zum Beispiel die generalisierte Angststörung, Panikstörungen oder auch Phobien.

Die ausführliche Information und Aufklärung der Patienten/-innen bildet die Grundlage unserer psychotherapeutischen Arbeit, die teilweise medikamentöser Unterstützung bedarf. Angstpatienten brauchen nichts weiter als den Mut, eine qualifizierte Therapie in Anspruch zu nehmen, denn die Erfolgsaussichten einer solchen sind sehr gut. Ein angstfreier Alltag bedeutet mehr Lebensqualität!


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