Die aktuell diskutierten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem GKV-Reformgesetz sorgen in vielen Krankenhäusern für große Besorgnis. Sie drohen, den ohnehin erheblichen wirtschaftlichen Druck auf Kliniken weiter zu verschärfen und damit die Gesundheitsversorgung vieler Menschen zu gefährden. Gerade in einer Zeit, in der Krankenhäuser mit Fachkräftemangel, steigenden Kosten und einer alternden Gesellschaft konfrontiert sind, darf Gesundheitspolitik nicht primär von Einsparzielen bestimmt werden. Dafür machen auch wir Alexianer uns mit über 35.000 Mitarbeitenden stark – und daher bleiben am 12. Juni 2026 in vielen unserer Einrichtungen bundesweit zentrale Eingänge geschlossen!
Alexianer-Hauptgeschäftsführer Dr. Christian von Klitzing warnt mit deutlichen Worten vor den möglichen Folgen der geplanten Maßnahmen: „Was hier angezettelt wird, ist ein staatlich induziertes Sterben freigemeinnütziger Krankenhäuser! Gesundheitspolitik muss vom Menschen aus gedacht werden – nicht vom Sparen“. Hinter jeder Krankenhausleistung stehen Patientinnen und Patienten, die auf eine verlässliche, qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung angewiesen seien. Werden finanzielle Kürzungen zum zentralen Steuerungsinstrument, bestehe die Gefahr, dass genau diese Versorgung geschwächt werde, so von Klitzing.
Die Alexianer und viele andere konfessionelle Träger stehen seit Jahrhunderten für ein Verständnis von Gesundheitsversorgung, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Als freigemeinnützige Träger erhalten wir keine Defizitausgleiche durch die Kommunen, die Kreise oder das Land. Da wir freigemeinnützigen Träger nicht gewinnorientiert arbeiten, bringen die geplanten Reformen uns binnen Wochen an den Rand der Existenz – oder darüber hinaus.
Von Klitzing weiter: „Unsere Krankenhäuser und weiteren Einrichtungen sind weit mehr als Kostenfaktoren in einem Gesundheitssystem. Sie sind Orte der Fürsorge, der Hoffnung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Diese Aufgabe lässt sich nicht allein mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bewerten. Als christliche Träger sorgen wir uns um den Zusammenhalt. Wenn wir nicht aufpassen, wird es kalt in unserer Gesellschaft, und das leistet auch Extremisten Vorschub.“
Anstelle einer Politik der Kürzungen fordern wir einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen Politik, Krankenhäusern, Beschäftigten und Kostenträgern. Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind real und verlangen nach Reformen. Doch diese müssen primär an den Bedarfen, nicht an den Kosten orientiert sein. Versorgung muss gestaltet werden, nicht kaputtgespart. Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie für die Gesundheit und Würde ihrer Menschen in Not einsteht.
Die Aktion ist Teil von „Kein Geld. Keine Versorgung“ der Krankenhausgesellschaft NRW e.V
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