Ein Tag bei uns

Kein Tag ist wie der andere. Dennoch ist es wichtig, Strukturen in den Tagesablauf einzubauen, die das gemeinsame Zusammenleben erleichtern.

Folgend finden Sie die Strukturen unseres Hauses:

Für jeden Bewohner gibt es je zwei zuständige Bezugspersonen: Eine Therapeutin und eine Bezugsbetreuerin aus dem pädagogischen Bereich. Die beiden Therapeutinnen können aufgrund der Nähe zum Alltag ganz individuelle Unterstützung anbieten. In der Regel finden zwei Einzelsitzungen pro Woche statt, wobei dies je nach dem individuellen Bedarf variieren kann. Nach Absprache mit den Betroffenen führen wir auch Elterngespräche. Die Bezugsbetreuerin aus dem pädagogischen Bereich ist die vorrangige Ansprechpartnerin für alle Dinge des Alltags. Sie hilft bei Problemen in Schule und Ausbildung, bietet Unterstützung beim Aufbau einer beruflichen Perspektive sowie beim Umgang mit Behörden, in der Haushaltsführung und fördert den Aufbau einer altersentsprechenden Freizeitgestaltung.

Für unsere Bewohner sind mehrere Phasen vorgesehen. In der anfänglichen Orientierungsphase geht es um die Eingewöhnung in unsere Wohngruppe und an das Betreuungskonzept. In dieser Zeit steht in den Therapiesitzungen neben der Diagnostik die Motivationsförderung und Zielklärung im Vordergrund.

Erst nach der Entscheidung für unser Haus beginnt die tatsächliche Veränderungsphase. Jeder Bewohner schließt mit seiner Therapeutin einen individuellen Behandlungsvertrag ab, in dem auch die wöchentliche Gewichtszunahme festgelegt wird.

Bei entsprechender Entwicklung wird in Vorbereitung auf einen anstehenden Auszug die Verselbstständigungsphase eingeleitet, in der die Bewohner schrittweise lernen sollen, zunehmend mehr Selbstfürsorge und Selbstkontrolle aufzubauen. 

Immer montags bieten zwei Psychotherapeutinnen im wöchentlichen Wechsel zwei Gruppen an, in der zum einen psychoedukativ sowie emotionsfokussiert gearbeitet wird und zum anderen die gegenseitige Unterstützung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern im Fokus steht.

Täglich finden fünf bis sechs Mahlzeiten statt, die (zumindest noch während der beiden ersten Phasen) gemeinsam eingenommen werden. Unter der Woche kocht unsere Hauswirtschafterin das Mittagessen, an den Wochenenden übernehmen die Bewohner mit Unterstützung des Betreuungsteams das Kochen.

Es gibt zwei feste Wiegetermine in der Woche. Zusätzlich kann auch unangekündigtes Wiegen stattfinden.

Die leitende Psychologin der EOS-Klinik in Münster bietet regelmäßige Visitentermine an. Sie hat langjährige Erfahrung in der Behandlung von anorektischen und bulimischen Patienten/-innen. Außerdem ist sie die Fallsupervisorin des Teams, weshalb sie die Entwicklung der Bewohner eng verfolgt.

Es ist uns wichtig, den Zusammenhalt der Bewohner/-innen im Haus Magda zu stärken. Daher sind Gruppenaktivitäten ein fester Bestandteil unseres Konzepts. Diese werden im wöchentlichen WG-Gespräch geplant, wobei jeder seine Ideen und Wünsche einbringen kann. Von gemeinsamen Spielen, Spaziergängen oder Herstellen von Masken bis hin zu Kino-, Zoo- oder Ausstellungsbesuchen ist alles möglich. Neben der Planung der gemeinsamen Aktivitäten soll das WG-Gespräch außerdem Raum bieten, über Probleme innerhalb der Gruppe zu sprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Unsere Bewohner/-innen sind für die Sauberkeit ihrer Zimmers selbst verantwortlich. Die Gemeinschaftsräume werden nach einem Diensteplan im Rotationswechsel sauber gehalten.

Schule / Praktika / Beruf

Der Alltag und die Tagesstruktur einschließlich der Mahlzeiten orientieren sich stark an den unterschiedlichen Schul- oder Praktikumszeiten der Bewohner.

Neben dem normalen schulischen Alltag ist uns auch wichtig, dass unsere Bewohner/-innen einen Ausgleich in ihrer Freizeit finden und ihren Interessen und Hobbys nachgehen. Sport ist dann erlaubt, wenn ein entsprechendes Körpergewicht erreicht ist.

Nach der anfänglichen Eingewöhnungsphase dürfen die Bewohner in Absprache mit der Therapeutin und der Wohngruppe ein Kleintier (etwa Hamster, Vogel, Fisch) in ihrem Zimmer halten. Größere Tiere (Hunde) dürfen zu Besuch kommen.

Jeden Abend finden sich noch mal alle Bewohner zusammen, um gemeinsam mit dem betreuenden Nachtdienst den Tag auszuwerten und den weiteren Abend zu planen.

Am späten Abend wird das Team des Tages von einem Nachtdienst abgelöst, der über die Nacht Ansprechpartner für die Bewohner ist und in Krisen Unterstützung bieten kann.

Damit neue Bewohner sich nach ihrem Einzug möglichst gut eingewöhnen können, verbringen sie die ersten Wochen während der Orientierungsphase im Haus Magda. Während dieser Zeit und danach darf jedoch in Absprache mit dem Betreuungsteam Besuch von Familie und Freunden empfangen werden oder ein Treffen in Münster stattfinden. Im Anschluss an diese Eingewöhnungszeit sind Fahrten zu den Eltern am Wochenende nach Absprache mit der Therapeutin und in Abhängigkeit vom Gewichts- und Therapieverlauf möglich, in der Regel sind das zwei bis drei externe Übernachtungen monatlich.

In regelmäßigen Abständen finden gemeinsame Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt statt.


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